• 15. April 2024

Gedenkstätte Gurs

Jan 23, 2017

Eine wichtige Meldung der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg zur Diskussion um die Gedenkstätte Gurs:

Deutscher Erinnerungstourismus in den Pyrenäen?

„NS-Geschichtsbewältigung fängt in der Heimat an, vor der eigenen Haustür und manchmal schon dahinter!“, sagt AfD-Fraktionsvorsitzender Prof. Dr. Jörg Meuthen. Die Förderung von entlegenen Gedenkstätten im fernen Ausland wie Gurs in den Pyrenäen macht aus Sicht der AfD wenig Sinn. „Diese Gelder wollen wir stattdessen für die Pflege und die Erhaltung historisch bedeutender jüdischer Friedhöfe und Gedenkstätten in Baden-Württemberg einsetzen“, so Meuthen weiter.

Camp de Gurs unter ständiger französischer Verwaltung

Ferner muss es erlaubt sein zu fragen, inwieweit sich das Camp de Gurs überhaupt für die deutsche Erinnerungskultur eignet. Es steht uns nicht an, die Erinnerung an ein Lager wachzuhalten, das unter ständiger französischer Verwaltung stand und in dem nach Kriegsende vor allem deutsche Kriegsgefangene interniert waren. „Die mehr als 80 Gedenkstätten in Baden-Württemberg halten wir in jeder Hinsicht für naheliegender“, sagt der Fraktionsvize Emil Sänze.

Ausgewogene Erinnerungskultur und positive Identifikation mit Deutsch und unserer Geschichte

Wie keine andere Partei steht die AfD für eine ausgewogene Erinnerungskultur. Eine einseitige Betonung der dunklen Geschichtskapitel bei gleichzeitiger Verdrängung unserer historischen Leistungen lehnen wir ab. „Heranwachsende sollten die Möglichkeit haben, sich auch positiv mit unserem Land und seiner Geschichte zu identifizieren“, sagt der Fraktionsvize Dr. Rainer Podeswa.

Der Änderungsantrag für die Gedenkstätte Gurs war einer von etwa 200 Änderungsanträgen der AfD-Fraktion zum Staatshaushaltsplan für 2017.