Mal wieder verbreitete die Heilbronner Stimme Fake News und musste sich nach einer Gegendarstellung korrigieren…

Die Heilbronner Stimme schrieb am Samstag, 24. November 2018 über die AfD-Veranstaltung mit André Poggenburg am 31. Oktober 2018 einen weiteren Artikel über Möckmühl mit dem Titel “Kritik an Bürgermeister nach AfD-Veranstaltung”. Darin steuert der Redakteur Reto Bosch die Kritik auf den Bürgermeister Möckmühls, Herrn Ulrich Stammer, der sich von der AfD hätte mehr distanzieren sollen – statt sich neutral aus der Angelegenheit herauszuhalten.

Redakteur und Stimme-Satiriker Reto Bosch packte natürlich, wie gewohnt, auch ein paar Fake News in seinen Artikel. Andre Poggenburg forderte die Heilbronner Stimme daher am 06. Dezember 2018 schriftlich zur Korrektur auf:

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezüglich Ihres Artikels vom 24.11.2018 sehe ich mich veranlasst wie folgt Stellung zu nehmen und fordere Sie mit aller gebotenen Höflichkeit auf, dortige Aussagen öffentlich richtig zu stellen.

So behaupteten Sie in dem Artikel, ich hätte “in einer Rede Türken als ‘Kameltreiber’ und ‘Kümmeltürken’ bezeichnet.” Dies ist in mehrfacher Hinsicht falsch. So habe ich tatsächliche in einer Aschermittwochsrede den Verband Türkische Gemeinde Deutschland – TGD, und eben nicht alle hier lebenden Türken oder Türkischstämmigen, scharf kritisiert, wie das bei einer Aschermittwochsrede seit Jahr und Tag legitim ist. Dies erfolgte aufgrund einer sehr unangebrachten und tendenziösen Äußerung des Verbandes TGD im Vorfeld, in welcher dieser das Heimatministerium von Minister Seehofer mit Verweis auf die deutsche Geschichte scharf angriff. Eine politische Retourkutsche zu Aschermittwoch ist in einem solchen Fall gesellschaftlicher Brauch und anerkannter Standard.

Weiterhin habe ich den Begriff “Kümmeltürken” nie gebraucht, auch in dieser Hinsicht fordere ich Sie zu einer Richtigstellung auf. Die Aussagen in Ihrem Artikel sind dazu geeignet nicht nur ein unvollständiges, sondern ein einseitiges und ansehensschädigendes, Bild meiner Person als Abgeordneter zu erzeugen und sind daher zu korrigieren. Vielen Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
André Poggenburg

Unter diesem Zugzwang musste die Heilbronner Stimme reagieren – wollte aber natürlich keine Richtigstellung veröffentlichen. Sie schrieb daher am 8. Dezember 2018 “Poggenburg bleibt bei Angriff”. Angegriffen hatte Herr Poggenburg eigentlich nur die -mal wieder- falsche Berichterstattung (Fake News) der Heilbronner Stimme. Aber nun gut. Die Heilbronner Stimme wählte zwar einen zweifelhaften Titel, um von ihrem eigenen Fehlverhalten abzulenken, aber stellte inhaltlich richtig, dass sie falsch berichtet hatte (natürlich ohne die eigene Falschberichterstattung zu betonen).

Mit dem Hinweis auf Anzeigen wegen Volksverhetzung versucht sie sogar noch Herrn Poggenburg in die Nähe von Straftaten zu rücken – dabei könnte man genauso die Beschimpfung der Deutschen durch die Türkische Gemeinde, die vorher erfolgte, zur Anzeige bringen. Der Stimme-Artikel zur Korrektur:

Poggenburg bleibt bei Angriff

Der AfD-Politiker André Poggenburg hält an seinen Angriffen auf Deutsch-Türken fest, die er in einer Aschermittwochsrede 2018 unter anderem als „Kameltreiber“ bezeichnet hatte.

In einer Reaktion auf die Stimme-Berichterstattung über eine Veranstaltung mit Poggenburg in Möckmühl am 31. Oktober schreibt er: Seine Aussagen am Aschermittwoch „erfolgten aufgrund einer sehr unangebrachten und tendenziösen Äußerung des Verbandes Türkische Gemeinde Deutschland“. Diese hatte das Heimatministerium von Horst Seehofer kritisiert. Eine politische Retourkutsche zu Aschermittwoch sei in einem solchen Fall gesellschaftlicher Brauch und anerkannter Standard.


Kurz nach der Rede hatte Poggenburg seine Äußerungen noch als „Polit-Satire“ bewertet. Er hatte in seiner Aschermittwochsrede zudem von „Kümmelhändlern“, nicht wie berichtet von „Kümmeltürken“ gesprochen. In der Folge musste er den Vorsitz der AfD in Sachsen-Anhalt abgeben.


Ermittlungen wegen Volksverhetzung wurden eingestellt. Poggenburg habe zwar „in polemischer Weise“ die Mitglieder der türkischen Gemeinde beschimpft, aber nicht zu Gewalt- oder anderen Willkürmaßnahmen aufgerufen, argumentieren die Ermittler.