Pantoffelhelden der CDU… Bei der namentlichen Abstimmung über den FDP/DVP-Antrag zum sogenannten Strobl-Papier kassierte der CDU-Innenminister Thomas Strobl eine öffentliche Abfuhr von seinen eigenen Fraktionskollegen. AfD-Fraktionsvize Dr. Rainer Podeswa analysiert das Abstimmungsergebnis: „Die CDU lässt den eigenen Innenminister im Regen stehen, weil sie als domestizierter Juniorpartner von den Grünen nach Belieben unter den Pantoffel gestellt wird.“

 

Öffentliche Düpierung Strobls

Trotz gedämpfter Erwartungen an die Umsetzung des ministerialen Abschiebungspapieres hat die AfD-Fraktion geschlossen für den begrüßenswerten Antrag gestimmt. Das für Strobl niederschmetternde Wahlergebnis von 99 Nein- bei 132 abgegebenen Stimmen beruht auf der breiten Ablehnung seines Konzeptes durch die eigenen Fraktionsmitglieder. Für den AfD-Abgeordneten Dr. Rainer Balzer ist diese „öffentliche Düpierung Strobls ein Symptom der Selbstverleugnung der CDU. Hier bekommt die Union schon einmal einen Vorgeschmack auf eine bundesweite Komplementär-Koalition mit den Grünen.“

 

Die Grünen regieren hart durch

Geradezu schockiert über den Vorgang zeigt sich der AfD-Abgeordnete Daniel Rottmann: „Offenbar vertritt Innenminister Strobl mittlerweile eine völlig isolierte Einzelmeinung in seiner eigenen Fraktion. Die Grünen scheinen die Christdemokraten – vielleicht mit Ausnahme von Herrn Strobl – derart im Griff zu haben, dass sie einfach durchregieren können.“ Die Stuttgarter Parlamentarier von SPD, GRÜNEN und CDU haben heute eine Möglichkeit versäumt, dem grundsätzlich begrüßenswerten Strobl-Papier den Rücken für eine Bundesratsinitiative zu stärken.