Nach der zweiten Aufstellungsversammlung stehen die ersten 15 Bundestagskandidaten der Landesliste Baden-Württemberg für die Bundestagswahl 2017 fest.

Bei der ersten Aufstellungsversammlung der AfD Baden-Württemberg in Kehl am 19. und 20. November 2016, zur Wahl der Bundestagskandidaten für die Landesliste, konnten die ersten neun Listenplätze besetzt werden. Nun wurde mit der Aufstellungsversammlung in Nürtingen am 21. und 22. Januar 2017 die Liste weiter aufgefüllt und die nächsten Plätze besetzt. Insgesamt haben sich die AfD-Mitglieder dafür entschieden, die Landesliste mit voraussichtlich 38 Kandidaten zu füllen.

 

Aktuelle Landesliste:

1. Dr. Alice Weidel (Wahlkreis Bodensee)
2. Prof. Dr. Lothar Maier (Wahlkreis Stuttgart II/Nord)
3. Dr. Marc Jongen (Wahlkreis Neckar-Zaber)
4. Markus Frohnmaier (Wahlkreis Böblingen)
5. Thomas Seitz (Wahlkreis Emmendingen-Lahr)
6. Jürgen Braun (Wahlkreis Waiblingen)
7. Martin Hess (Wahlkreis Ludwigsburg)
8. Volker Münz (Wahlkreis Göppingen)
9. Marc Bernhard (Wahlkreis Karlsruhe-Stadt)
10. Dr. Dirk Spaniel (Wahlkreis Stuttgart I/Süd)
11. Franziska Gminder (Heilbronn)
12. Joachim Senger (Wahlkreis Schwarzwald-Baar)
13. Prof. Dr. Jens Zeller (voraussichtlich Wahlkreis Heidelberg)
14. Joachim Kuhs (Wahlkreis Baden-Baden/Rastatt)
15. Jens Anhorn (Beisitzer im KV Böblingen)

 

So funktioniert die Bundestagswahl

Zuerst werden die Direktkandidaten besetzt. Das bedeutet alle, die das jeweils stärkste Ergebnis in ihrem Wahlkreis erzielten, sind im Bundestag. Anschließend wird – um dem prozentualen Ergebnis der Parteien zu entsprechen – mit weiteren Plätzen “aufgefüllt”. Diese Auffüllung erfolgt von der jeweiligen Landesliste der Partei.

 

Unterschiede Bundestagswahl zu Landtagswahl

Die Bundestagswahl unterscheidet sich damit stark vom Wahlsystem der baden-württembergischen Landtagswahl. Bei Landtagswahlen gibt es in Baden-Württemberg nämlich keine Landesliste. Das Landeswahlrecht ist darauf ausgelegt, dass jede Region angemessen repräsentiert wird. Dafür gibt es beispielsweise auch Ersatzkandidaten. Fällt ein Bundestagskandidat hingegen auf, dann wird sein Platz ebenso von der Landesliste gefüllt. Und die Kandidaten der Landesliste könnten beispielsweise alle aus derselben Region kommen. Hier wird die Regionalität nicht berücksichtigt, was z.B. dazu führen kann, dass manche Regionen kaum im Bundestag vertreten sind.

Um linksextremistische Übergriffe zu verhindern, waren bei der ersten Aufstellungsversammlung 379 Polizisten im Einsatz. Das war auch notwendig, denn das Innenministerium bestätigte auf eine Anfrage der AfD, dass fast die Hälfte der 30 demonstrierenden Gruppierungen aus dem linksextremistischen Milieu kam. 50 Teilnehmer waren gar aus dem “gewaltorientierten linksextremistischen Spektrum”. Bezüglich der zweiten Versammlung in Nürtingen wird die AfD-Fraktion im Landtag natürlich ebenso wieder nachfragen.